Warum nicht einfach über die Hausbank?
Banken werben gern mit „0 € Gebühr" — und verstecken den Aufschlag im Wechselkurs. Der Trick funktioniert so: Der Mittelkurs ist der „echte" Kurs, zu dem Banken untereinander handeln — es ist der Kurs, den du bei Google oder in unserer Währungsrechner-App siehst. Deine Hausbank rechnet aber zu einem eigenen, schlechteren Kurs ab. Die Differenz von oft mehreren Prozent behält sie — ohne dass sie irgendwo als „Gebühr" auftaucht. Bei einer Überweisung von 2.000 € können so schnell 60 bis 100 € verschwinden. Dienste wie Wise rechnen dagegen zum Mittelkurs ab und zeigen dir die tatsächliche Gebühr vor dem Absenden getrennt an.
Dazu kommt bei klassischen SWIFT-Überweisungen ein zweites Problem: Zwischenbanken. Auf dem Weg von Deutschland nach Thailand können beteiligte Korrespondenzbanken eigene Gebühren vom Betrag abziehen — beim Empfänger kommt weniger an, als du gesendet hast, und niemand kann dir vorher genau sagen, wie viel. Moderne Transferdienste umgehen SWIFT, indem sie lokal auszahlen: Dein Geld wird in Deutschland eingezahlt und in Thailand aus einem lokalen Topf ausgezahlt. Das ist schneller, günstiger und auf den Cent kalkulierbar.
So läuft eine Überweisung mit Wise & Co. ab
- Konto anlegen und einmalig mit Ausweis verifizieren (dauert meist nur Minuten bis Stunden).
- Betrag und Empfänger eingeben: Für Thailand brauchst du Name (exakt wie beim thailändischen Konto), Bankname und Kontonummer des Empfängers.
- Kurs und Gebühr prüfen — beides steht vor dem Absenden fest.
- Einzahlen per Überweisung von deinem deutschen Konto (bei SEPA-Instant oft in Sekunden) oder per Karte.
- Ankunft: Je nach Uhrzeit und Betrag zwischen wenigen Minuten und etwa einem Werktag.
Worauf achten?
- Echter Mittelkurs: Vergleiche den angebotenen Kurs immer mit dem Google-Kurs. Weicht er ab, ist die Differenz eine versteckte Gebühr.
- Gesamtkosten vergleichen, nicht Einzelposten: Entscheidend ist, wie viele Baht am Ende ankommen — nicht ob die Gebühr „0 €" heißt.
- Empfängername exakt angeben: Thailändische Banken vergleichen den Namen mit dem Konto. Abweichende Schreibweisen können die Gutschrift verzögern.
- Verwendungszweck bei großen Beträgen: Wer eine größere Summe nach Thailand bringt (z. B. für ein Auto oder eine Eigentumswohnung), sollte den Zweck sauber dokumentieren — für manche Zwecke (etwa Immobilienkauf) verlangt Thailand einen Nachweis, dass das Geld aus dem Ausland kam.
- Limits kennen: Transferdienste haben Tages- und Jahreslimits, die je nach Verifizierungsstufe steigen. Für sehr große Beträge früh genug klären.
Typische Fehler
- Am Flughafen oder im Hotel Geld wechseln: Dort sind die Kurse fast immer am schlechtesten. Kleine Summe für den Ankunftstag reicht — den Rest günstiger regeln.
- Euro-Bargeld in großen Mengen mitnehmen: Unpraktisch, unsicher und ab bestimmten Beträgen deklarationspflichtig. Überweisen ist sicherer und meist günstiger.
- Bei der Kartenzahlung „in Euro" abrechnen lassen: Das ist die berüchtigte DCC-Falle (Dynamic Currency Conversion) — der thailändische Automat oder das Terminal rechnet zu einem miserablen Kurs um. Immer „in THB / Landeswährung" wählen. Mehr dazu im Ratgeber Geld abheben in Thailand.
- Alles über ein einziges System abwickeln: Kluge Auswanderer haben mindestens zwei Wege zum eigenen Geld — z. B. Wise plus eine zweite Karte. Wenn ein Konto gesperrt oder eine Karte geschluckt wird, bist du sonst blockiert.
Für Auswanderer: Dauerlösung aufsetzen
Wer dauerhaft in Thailand lebt, kombiniert sinnvollerweise drei Bausteine: ein deutsches Konto behalten (für Rente, Versicherungen, deutsche Zahlungen), ein Multiwährungs-Konto wie auf unserer Banking-Seite beschrieben (für den flexiblen Wechsel und die Karte) und — sobald das Visum es erlaubt — ein thailändisches Bankkonto für Miete, thailändische Daueraufträge und QR-Zahlungen per PromptPay. Überwiesen wird dann immer dann, wenn der Kurs gut ist, statt unter Zeitdruck.
Why not just use my home bank?
Banks advertise "€0 fee" and hide their margin in the exchange rate. The mid-market rate is the real rate banks trade at — the one you see on Google or in our currency app. Your bank settles at its own, worse rate and quietly keeps the difference, often several percent. On €2,000 that is easily €60–100 gone. Services like Wise settle at the mid-market rate and show the actual fee separately before you send.
Classic SWIFT transfers add a second problem: intermediary banks may deduct their own fees along the way, so the recipient gets less than you sent — and nobody can tell you beforehand how much. Modern transfer services pay out locally instead: your money goes in domestically in Germany and is paid out from a local pool in Thailand. Faster, cheaper, predictable to the cent.
How a transfer works
- Create an account and verify once with your ID.
- Enter amount and recipient: exact account name, bank and account number.
- Check rate and fee — both are fixed before sending.
- Pay in by bank transfer (SEPA instant: seconds) or card.
- Arrival: minutes to about one business day.
What to watch
- Compare the offered rate with Google — any gap is a hidden fee.
- Compare total Baht received, not headline fees.
- Spell the recipient name exactly as on the Thai account.
- Document large transfers — for some purposes (e.g. buying a condo) Thailand requires proof the funds came from abroad.
- Know your limits — transfer services have daily and yearly caps that rise with verification level.
Common mistakes
- Changing cash at the airport or hotel — almost always the worst rates.
- Carrying large amounts of Euro cash — impractical, risky, and above certain amounts subject to declaration.
- Accepting "charge in EUR" at terminals: the notorious DCC trap — always choose local currency (THB). More in our guide on withdrawing money in Thailand.
- Relying on a single card or account — always have a second way to reach your money.
Long-term setup for expats
Keep a home bank account (pension, insurance, domestic payments), add a multi-currency account as described on our banking page, and — once your visa allows — open a Thai bank account for rent, standing orders and PromptPay QR payments. Then transfer whenever the rate is good instead of under time pressure.
💡 Affiliate-Hinweis: Der Preis ist für dich derselbe — der Partner zahlt eine kleine Provision, die diesen Dienst kostenlos hält. Kurse dienen zur Orientierung.
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Wie überweise ich am günstigsten nach Thailand?
In der Regel über einen Transferdienst wie Wise zum echten Mittelkurs statt über die Hausbank. Entscheidend ist der Gesamtvergleich: Wie viele Baht kommen für deine Euro tatsächlich an?
Wie lange dauert eine Überweisung?
Je nach Anbieter, Uhrzeit und Betrag von wenigen Minuten bis etwa einem Werktag. Wochenenden und thailändische Feiertage können die Gutschrift verzögern.
Ist das sicher?
Ja — die genannten Anbieter sind regulierte Finanzdienstleister mit europäischen Lizenzen. Wichtig: immer die offizielle Website bzw. App nutzen und niemals Zugangsdaten weitergeben.
Was brauche ich vom Empfänger in Thailand?
Kontoinhaber-Name in exakter Schreibweise, Bankname und Kontonummer. Für die Gutschrift auf thailändische Konten ist kein IBAN-System nötig — die Dienste kennen das thailändische Format.
Kann ich auch größere Summen (z. B. für eine Wohnung) senden?
Ja, aber: Limits des Anbieters prüfen, Herkunft der Mittel dokumentieren und bei Immobilienkäufen vorher klären, welche Nachweise (Auslandsherkunft der Mittel) die thailändische Seite verlangt. Bei sehr großen Beträgen kann eine klassische Bank-zu-Bank-Überweisung mit korrektem Verwendungszweck die bessere Wahl sein.
Lohnt es sich, auf einen guten Kurs zu warten?
Der Euro-Baht-Kurs schwankt spürbar. Wer nicht unter Zeitdruck steht, kann mit einem Kursalarm (z. B. in der Wise-App oder unserer Währungsrechner-App) auf eine günstige Phase warten — bei größeren Beträgen macht das schnell einige tausend Baht aus.
What's the cheapest way to send money to Thailand?
Usually a transfer service like Wise at the real mid-market rate. What matters is the total: how many Baht actually arrive for your Euros.
How long does a transfer take?
From minutes to about one business day. Weekends and Thai public holidays can add delay.
Is it safe?
Yes — these are regulated financial institutions with European licences. Always use the official app and never share credentials.
Can I send larger sums, e.g. for a condo?
Yes — check provider limits, document the source of funds, and for property purchases clarify beforehand what proof of foreign origin the Thai side requires.
Should I wait for a better rate?
EUR/THB moves noticeably. If you are not in a hurry, set a rate alert and send in a favourable phase — on larger amounts that is worth thousands of Baht.